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Die Malerfamilie Cranach - Werner Schade - książka wyd. 1983

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Opis

Lucas Cranach d. Ä. gilt bis heute als einer der bedeutendsten und produktivsten Maler der Neuzeit. Schon zu seinen Lebzeiten lobte man die Qualität seiner Werke und die Effizienz seiner Werkstatt. Von der „wunderbaren Schnelligkeit“ mit der Lucas Cranach d. Ä. seine Gemälde anfertigte und von der Naturnähe seiner Werke war z.

B. schon sein Zeitgenosse Christoph Scheurl begeistert. Der Wittenberger Universitätsprofessor schreibt 1508, die von Cranach dargestellten Personen könne man nicht nur sofort erkennen, sie schienen sogar zu leben! Lucas Cranach d. Ä. wurde vermutlich 1472 im fränkischen Kronach als Sohn des Hans Maler geboren. Dessen Nachname könnte einen Hinweis auf den Berufsstand des Vaters geben, bei dem Lucas wohl auch die erste Ausbildung erfahren hat. Die frühen Jahre des Lucas Cranach liegen weitgehend im Dunkeln. Lediglich im Zusammenhang mit einer Beleidigungsklage seines Vaters gegen den Ratsherrn Kunz Donat und dessen Familie wird sein Name 1495 bis 1498 im Gerichtsbuch der Stadt Kronach kurz greifbar. Aus den Gerichtsakten geht immerhin hervor, dass sich der junge Cranach zeitweise außerhalb Kronachs aufhielt. Die Stationen seiner vermutlichen Wanderschaft hingegen lassen sich leider nicht mehr nachverfolgen. Es spricht einiges dafür, dass sich der junge Künstler schon bald nach dem Verlassen Kronachs nach seiner Geburtsstadt benannt hat. Biografisch fassbar wird Lucas Cranach erst wieder um das Jahr 1500 in Wien. Sowohl die überlieferten Lateinkenntnisse des nun knapp 30-Jährigen, als auch der Umstand, dass er bald schon Anschluss an das dortige Gelehrtenmilieu fand, von dem er zudem die ersten Porträtaufträge erhielt, deuten darauf hin, dass er vor seiner Wiener Zeit selbst an einer Universität immatrikuliert gewesen sein könnte. Seine frühesten erhaltenen Werke kennzeichnet eine energisch bewegte, farbintensive Formensprache. Eindrucksvoll führt dies seine dramatisch in Schrägansicht gestaltete Kreuzigungsdarstellung (1503) in der Alten Pinakothek in München vor Augen. Die detaillierte, expressive Ausarbeitung des landschaftlichen Hintergrunds lässt auf eine Nähe Cranachs zu den Meistern der Donauschule schließen.